Am Samstagabend kam es zum Aufeinandertreffen mit der zweiten Mannschaft der Polizei SV Köln. Nach einer durchwachsenden Vorbereitung und einem ebenso durchwachsenden ersten Saisonspiel kam der nächste Härtetest auf die junge Mannschaft zu. Auf dem Papier hatte der Kader der Hornets II nominell nämlich nur drei gelernte Rückraumspieler dabei und es mussten einige Spieler der Hornets III aushelfen, welche aber ebenfalls am Samstagabend ihr zweites Saisonspiel hatten und somit nicht pünktlich zum Anpfiff um 19:30 in der Kölner Südstadt sein konnten. Zum Start waren es also 7 Spieler die anwesend waren und der Rest trudelte dann innerhalb der ersten Halbzeit ein. Ein ziemliches Chaos also, aber man musste damit umgehen.
Die ersten Minuten konnten die Hornets allerdings gut mithalten und es war ihnen gar nicht anzumerken, dass so eine zusammengewürfelte Truppe auf dem Feld stand. Durch Treffer von Philip Lusch und Simon Heinecke die gezwungener Maßen auch mal auf der Halblinks Position aushelfen mussten stand es somit nach 5 Minuten 2:2. Nachdem dann alle Spieler des Kaders nachgekommen waren und ihr Trikot übergestülpt hatten wurde die erste Auszeit genommen und es konnte erst so richtig losgehen für die Jungs aus Pulheim. Jedoch lief gar nichts nach Plan und die Hornets II gerieten relativ schnell und deutlich in einen Rückstand den man auch nicht mehr so leicht aufholen konnte. 12. Spielminute – 7:2 für Polizei SV Köln II. Durch ein paar gute 1vs1 Aktionen des jungen Jan Glittenbergs, entglitt das Spiel immerhin nicht komplett und man konnte sich mit einem 14:7 in die Pause retten.
Zu dem Zeitpunkt war nun endgültig klar, dass es kein leichter Samstagabend werden könnte und man sich mit allen Kräften in die Zweikämpfe schmeißen muss, um hier noch mindestens einen Punkt mit nach Pulheim nehmen zu können.
Die zweite Hälfte lief dann zum Glück deutlich besser als die ersten 30 Minuten. Durch wichtige Paraden von Jonathan Urbanke und gut ausgespielten Angriffen, konnte man sich auf einen 4 Tore Rückstand heran kämpfen und diesen auch bis zur 49. Spielminute halten (Spielstand – 19:15). Nach einer letzten Auszeit für das Auswärtsteam war dann aber Schicht im Schacht und die Hornets zerbrachen komplett in ihrem Spielkonzept. Somit steht ein Endergebnis von 24:15 auf der Anzeigetafel und ebenfalls 10 letzte Spielminuten ohne ein erzieltes Tor für die junge dezimierte Mannschaft von Thomas Peters.
Zwei Spiele, zwei Niederlagen: Das ist nicht der Einstand den man sich in die neue Saison gewünscht hat. Allerdings auch kein Grund zur Besorgnis, denn die Umstände dieses zweiten Saisonspiels bleiben hoffentlich einmalig. Nun heißt es voller Fokus auf das zweite Heimspiel gegen den HSV Frechen II am kommenden Samstag, wo die Hornets II mit vollem Aufgebot des Kaders die ersten zwei Punkte der Saison eintüten möchten.
Loic Marth
Es spielten:
Jonathan Urbanke (Tor); Chris Wolf (Tor); Jan Glittenberg (4); Daniel von Bismarck, Marvin Beyer; Max von Bismarck, Luca Jank; Philipp Lusch (2); Mats Felser (2); Simon Heineke (4) Dario Wandke (1); Nils Paproth (2); Loic Marth; Jonathan Overberg.

Nachdem beide Teams anfangs der Rückrunde ihre Aufgaben souverän lösten, deutete alles auf ein spannendes direktes Duell im Rückspiel zwischen Pulheim und der HSG hin. Die Ausgangslage für die Hornets war hierbei klar: Ein Sieg würde die Meisterschaft noch einmal spannend machen, eine Niederlage wohl Refrath den Aufstieg sichern. Genauso klar wie die Ausgangslage war dann jedoch auch der Halbzeitstand aus Pulheimer Sicht: 18:11 für Refrath. Um bei den tierischen Floskeln aus der Überschrift zu bleiben: In der Halbzeit schon alles für die sprichwörtliche Katz’…
Wie so oft in der Saison besannen sich die Hornets in der zweiten Halbzeit jedoch aufs Handball-Spielen und entfachten an ein, zwei guten Aktionen den eigenen Ehrgeiz neu. Tor um Tor holte ein überragend verteidigender Innenblock Geerkens/Pendro auf und konnte tatsächlich kurz vor Schluss ausgleichen. Mit Ablauf der Uhr und einem Tor Rückstand hatte man es dann selbst in der Hand, zumindest mit einem Remis die Heimreise anzutreten. Bei der letzten Aktion des Spiels fehlte uns jedoch das berühmte Quäntchen Glück, sodass der Spielstand nach 60 Minuten letztendlich 26:25 für die HSG lautete.
Fazit an diesem Abend: Überragend gekämpft, nie aufgegeben und trotzdem, sind wir ehrlich, war der Saison-Zug an diesem Abend in Refrath abgefahren. Leider ohne die Hornets.
Die folgende Karnevalspause bot sich förmlich an, den Frust zu ertränken und neue Motivation zu „tanken“. Ertränkt und getankt hatten offensichtlich die Meisten, sodass das anschließende Spiel im heimischen Sportzentrum ebenfalls verloren wurde.
Prima.
Wer zu diesem Zeitpunkt dachte, dass Karneval die letzte richtige Großveranstaltung für lange Zeit, die eben erwähnte Niederlage gegen Polizei SV Köln das letzte Saisonspiel und unser zweiter Tabellenplatz das Ticket für den Aufstieg sein sollten, der hätte wohl eine Menge Geld gewonnen. (Der Verfasser dieser Zeilen sieht den anfangs zitierten Linkshänder bereits mit erhobenem Zeigefinger und schelmischem Grinsen ein Bier mit den Zähnen öffnen – wir wussten, du wusstest es. Nächstes Mal setzen wir auch auf dein gutes Pferd 😉
Der Handball-Verband Mittelrhein hat nach dem Abbruch der Saison und der damit feststehenden Platzierungen nachträglich entschieden, dass die jeweiligen Tabellenzweiten der vier Kreisligen aufsteigen. Nun also endlich wieder alter Glanz zurück auf der sportlichen Landkarte der Landesliga Mittelrhein 😉
Zum Thema Floskeln muss an dieser Stelle übrigens ergänzt werden, dass sich der Handballverband überlegt hat, nächstes Jahr die Ligen direkt wieder zu verkleinern, sodass es in der Landesliga zehn (in Zahlen: 10!) Absteiger geben soll. Erst hatten wir also kein Glück und dann kam auch noch Pech dazu….
Ob der sportlichen Perspektive die sich hieraus ergibt und der exponentiell gestiegenen Fahrtstrecken (wir tauschen Ehrenfeld, Südstadion und Nippes gegen Nümbrecht, Siebengebirge und Aachen) ergab sich kurzzeitig die Sinnfrage des ganzen Unterfangens.
In einer digitalen Diskussion der gesamten Mannschaft mitsamt des Trainerteams wurde jedoch schnell deutlich: Alle sind heiß auf die nächste Saison und nehmen die Herausforderung an! Das gesamte Team sieht dieses Corona-Geschenk als riesige Chance für die Mannschaft und den Verein. Die Entwicklung der während der Saison bereits integrierten A-Jugendlichen soll weiter vorangetrieben werden, zusätzlich soll der Oberliga-Mannschaft ein stabiler (!), sportlich reizvoller Unterbau geboten werden. Hier wird auch schnell klar, woran es in der Vorbereitung, wann und wie auch immer sie starten mag, zu arbeiten gilt: Gemeinsam den nächsten Schritt gehen, positive Entwicklung fördern und konstante Leistungen abrufen.
Wie es sich für einen „richtigen“ Aufsteiger gehört, haben wir keine Abgänge zu verzeichnen – alle Mann an Bord für einen richtig wilden Ritt auf Schmollis gutem Pferd, das vielleicht ja noch einmal genau so hoch springt, wie es muss.
Wir freuen uns auf eine baldige Rückkehr in unser Sportzentrum und auf den Start der Landesliga-Saison 2020/2021.
Bis dahin, bleibt gesund und den Hornets gewogen.
Eure bereits heute stabile Reserve!