Auf einem Dienstag nach Derschlag zu fahren, klingt zunächst nach einer weiten und unangenehmen Auswärtsfahrt. Umso besser, dass der Kader vollzählig war und die Emotionen endlich wieder da waren.
Nach einem fast schon blutleeren Auftritt gegen Bonn war das große Ziel klar definiert. Die Löwen aus Oberberg stehen knapp über den Hornets in der Tabelle und sind im Abstiegskampf eine Hürde, die es unbedingt zu bezwingen gilt.
Das Spiel war von Beginn an eng – keine Mannschaft konnte sich entscheidend absetzen. Meist waren es die Löwen, die knapp in Führung lagen, was vor allem an Abstimmungsproblemen in der Defensive lag. Offensiv entwickelte sich eine zerfahrene Partie, in der es eher auf individuelle Qualität als auf saubere Kombinationen ankam. Doch genau diese individuelle Klasse funktionierte.
Durch ein unglückliches Gegentor in der 30. Minute lagen die Hornets zur Halbzeit mit 15:16 zurück.
Die zweite Hälfte begann ähnlich wie die erste: Führungswechsel auf beiden Seiten, ein starker David Mesewinkel im Tor der Hornets und auf der Gegenseite viele überhastete Abschlüsse. So stand es zur Crunchtime 25:25.
In dieser entscheidenden Phase gingen die Hornets durch Treffer von Tim Klück und Christoph Gelbke erstmals seit der 4. Minute wieder mit zwei Toren in Führung. Besonders wichtig war auch der gehaltene Siebenmeter von Tim Giesen, der für genau eine Aktion aufs Feld kam – und sich damit eine Quote von 100 Prozent sicherte.
Spannend wurde es noch einmal, als Tim Klück in der 57. Minute eine Zeitstrafe kassierte. Oberberg hatte die Chance auf den Ausgleich, doch eine weitere Parade von David Mesewinkel leitete den endgültigen Wendepunkt ein.
Das letzte Tor der Partie erzielte Stefan Trpchevski mit seinem achten (!) verwandelten Siebenmeter – auch er blieb vom Strich ohne Fehlwurf und krönte seine Leistung mit einer makellosen Quote.
Eine weitere Zeitstrafe gegen den an diesem Tag überragenden Florian Böckenholt konnte den Hornets ebenfalls nicht mehr den Stachel ziehen. Am Ende gewinnen die Hornets eine intensive Partie mit 28:26.
Zwar stehen die Hornets damit weiterhin am Tabellenende, haben den Anschluss ans rettende Ufer jedoch wieder fest im Blick. Nun stehen die Wochen der Wahrheit an, in denen reihenweise direkte Konkurrenten im Abstiegskampf warten.
Los geht es mit dem schweren Auswärtsspiel am 21.02. im Südstadion bei Fortuna Köln, bevor anschließend zu Hause der TV Palmersheim empfangen wird.
Seid dabei und unterstützt die Hornets auf dem schweren Weg zum Klassenerhalt!






