Dezimierte Hornets fahren einen ungefährdeten Auswärtssieg ein

Die Personaldecke wollte sich bei den Hornets einfach nicht entspannen. Im Gegenteil. Für das Duell gegen den Tabellenvorletzten aus Opladen musste man auf Lingner (beruflich verhindert), Gottschling (Uni – Exkursion) und den Langzeitverletzten Heinen verzichten. Langen und Torhüter Werner gingen angeschlagen in die Partie und hatten unter der Woche eingeschränkt bzw. gar nicht mit der Mannschaft trainieren können. Allen Widrigkeiten zum Trotz wollte man mit einem weiteren Sieg den Abstand auf den Tabellenzweiten aus Aachen konstant halten.

Den Hausherren merkte man an, wie befreit sie als klarer Außenseiter aufspielen konnten und folgerichtig erwischten sie auch den besseren Start, während der PSC die nötige Einsatzbereitschaft vermissen ließ. In der Abwehr kam man gegen die wurfgewaltigen Rückraumakteure zu spät und so stand es nach knapp drei Minuten 3:1. Auf Seiten der Grün – Weißen fing man sich jedoch schnell. Die nächsten fünf Minuten nutzte man zu vier Treffern in Folge und zur 3:5 Führung. Das Umschaltspiel funktionierte in der Anfangsphase blendend. Nach Ballgewinn, durch die nun konsequenter agierende Deckung, schickte man meistens Semeraro auf dem linken Flügel auf die Reise, so auch beim Treffer zum 6:9. Die folgende Auszeit des TuS verfehlte ihre Wirkung komplett, denn die Hornets übernahmen nun zunehmend die Kontrolle über die Partie. Der erneut gut harmonierende Mittelblock Jacoby/Geerkens rührte gemeinsam mit Tim Giesen im Tor Beton an und wurde in den folgenden Minuten zum unüberwindbaren Hindernis für die Hausherren. Da es den Opladenern weiterhin schwer fiel dem Tempo der Hornets zu folgen, bauten die PSC – Akteure ihren Vorsprung, bis zum Zwischenstand von 6:14 in der 20. Spielminute, weiter aus. Auch bedingt durch einige Umstellungen kam ein kleiner Bruch ins Pulheimer Spiel, so dass die letzten zehn Minuten im ersten Durchgang ausgeglichen verliefen, ohne dass die Hornets ihren Vorsprung einbüßen mussten. Beim 11:19 wurden die Seiten gewechselt.

Offenbar befanden sich die Grün – Weißen nach dem Wiederanpfiff noch im Tiefschlaf und fingen sich so zwei schnelle Gegentreffer. Und auch in der Folgezeit kamen sie nicht wieder auf Betriebstemperatur. Immerhin gelang Krull von links außen der 20. Pulheimer Treffer, doch Opladen hatte sich schon längst zurück in die Partie gekämpft und warf alles nach vorne. Eine Rechnung die aufging, da die Hornets den Abwehrriegel weiter öffneten und den Gegner zu Würfen aus der Nahwurfzone einluden. Beim Stand von 17:21 hatten die Hausherren schon längst wieder Lunte gerochen, doch Fischer bremste ihren Lauf per Gewaltwurf aus der zweiten Reihe. Schubert ließ einen weiteren Rückraumwurf einschlagen und so verschaffte man sich wieder etwas Luft. Im gesamten zweiten Durchgang wirkte die PSC – Defensive nicht mehr so anstrengungsbereit, so dass der TuS vermehrt zu einfachen Toren kam. Vorne wurden die Angriffe nicht mehr so geduldig ausgespielt und es kam kein flüssiges Spiel mehr zustande. Man verließ sich weiterhin auf das Tempospiel, denn immer dann, wenn man eine Schippe draufpackte, waren die Abschlüsse von Erfolg gekrönt so auch beim Treffer von Langen zum 20:27. Die letzten Minuten wogte die Partie noch hin und her, denn die Hornets verwalteten ihren Vorsprung nur noch und die Hausherren investierten nicht mehr all zu viel für eine letzte Aufholjagd, so dass der Sieg zu keiner Zeit wirklich gefährdet war. Mit 26:32 lösten die Hornets ihre Pflichtaufgabe letztlich souverän.

Die PSC – Akteure hatten die Partie, bis auf die ersten Minuten nach Wiederanpfiff, weitestgehend im Griff, so dass der Sieg absolut in Ordnung ging. Trotz dünn besetztem Kader hatte man sich nicht beirren lassen und konnte den Vorsprung an der Tabellenspitze konstant halten. Am kommenden Wochenende empfangen die Hornets den HSV Bocklemünd zum Nachbarschaftsduell. Die Woche will man nutzen, um die angeschlagenen Spieler wieder auf Vordermann zu bringen und mit etwas breiterer Personaldecke in die nächste Begegnung zu gehen.

 

Statistik:

Tor: Tim Giesen, Werner

Schubert (3), Fischer (4), Semeraro (8), Jacoby (4), Kirschfink (5/1), Jan Giesen (4), Langen (2), Krull (2), Geerkens