PSC-Historie

Ende November 1957 einigten sich mehr oder minder junge Leute in Pulheim einen neuen Sportverein zu gründen, um abseits des „großen Bruders“ Fußball den Handballsport auszuüben. VfL – Verein für Leibesübungen nannte man sich. Am 16. Januar 1958 fand die Gründungsversammlung statt. Unter Vorsitz des Altbürgermeisters Julius Heidt formierten sich Hermann Rohde, Paul Olpp, Robert Dohmen, Hermann Otten, Willi Kayser, H.-J. Winkels, Peter Bank und Hildegard Risch zum Vorstand.

Im April 1958 zählte man bereits 160 Mitglieder und 6 Handball-Mannschaften nahmen am Spielbetrieb teil. 1965 bestand der VfL aus 5 Abteilungen. Neben Handball gehörten noch die Schwimmer, Leichtathleten, Tennis- und Tischtennisspieler zum Verein.

Die Fertigstellung des Sportzentrums 1966 war ein Segen für die Handballer. Bisher musste man den Spielbetrieb (Klein- und Großfeld) auf dem selbst erbauten Kleinfeldplatz und dem Fußballplatz der Sparta am Untersten Weg austragen. Trainiert wurde übrigens im Saal Hubertushof und im Pfarrsaal Hackenbroicher Straße. Im gleichen Jahr fusionierten die beiden „Sparta Pulheim“ und „VfL Pulheim“ zum Großverein Pulheimer Sport-Club.

Ein Höhepunkt dann 1973. Nach einjähriger Bauzeit wurde im Dezember mit einem Kreissportfest die Sporthalle eingeweiht. Endlich konnte man in der Hallensaison auch einmal „Zuhause“ antreten. Alle Hallenspiele mussten bis zu diesem Zeitpunkt aufgrund einer fehlenden Halle auswärts ausgetragen werden! Drei Jahre später war dann auch schon ein riesengroßer Erfolg zu vermelden: Die erste Damenmannschaft qualifizierte sich für die ein Jahr zuvor gegründete Handball-Bundesliga.

Anfang der achtziger Jahre war endgültig Schluss mit der Freiluftsaison. Handball wurde zum „Indoor-Sport“ wie man heute sagen würde.

Im September 1982 wurde groß gefeiert. Die Abteilung hatte Geburtstag: 25 Jahre Handball in Pulheim. Eine Festwoche mit täglichen Handballspielen und ein großer Festabend in der Aula des Gymnasiums war das Geschenk an die Pulheimer Bevölkerung.

Heute kann die Abteilung auf fast 50 Jahre erfolgreichen Handballsport zurück blicken. An dieser Stelle sollten die Erfolge deshalb nicht ungenannt bleiben.

Die erste Damenmannschaft erspielte sich, wie bereits eingangs erwähnt, 1970 über die Westdeutsche Meisterschaft, ab 1976 einen Platz in der höchsten deutsche Spielklasse, der Bundesliga. Hier musste man 1983 Abschied nehmen und spielte lange Jahre noch in der Regionalliga. Mehrfach wurde hier die Qualifikationsrunde zur 2. Bundesliga gespielt. Aber ganz gereicht hat es zu diesem Ziel nicht mehr. Derzeit spielt die 1. Mannschaft in der Oberliga, die Reservemannschaft der Damen spielt in der Landesliga.

Die erste Männermannschaft spielte nach dem ersten Aufstieg in die Kreisklasse (1964) und in die Kreisliga (1965) kontinuierlich gut in diesen beiden Klassen. Der große Durchbruch ist hier 1985 zu vermelden. Aufstieg Landesliga, Aufstieg Verbandsliga, Aufstieg Oberliga und 1990 Aufstieg in die Regionalliga. Dort blieb sie (außer ein Jahr Oberliga) bis 1997 und konnte in dieser Zeit zweimal die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga erreichen. Dieser sportliche Traum blieb leider unerfüllt. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde die Mannschaft dann aus der dritthöchsten deutschen Spielklasse zurückgezogen. Nach 9 Jahren Zugehörigkeit in der Verbandsliga stieg man ab und versuchte mit vielen jungen Spielern aus der eigenen Jugend wieder an alte Erfolge anzuknüpfen. Es gelang der direkte Wiederaufstieg in die Verbandsliga und konnte zwei Jahre später sogar den Aufstieg in die Oberliga ohne eine Niederlage schaffen. Die 1. Herrenmannschaft hat sich in der Oberliga Mittelrhein etabliert und ist die erfolgreichste Handballmannschaft im Rhein-Erft-Kreis.

Erfreulich ist auch, dass die Reservemannschaft der Herren mit einer Hand voll Spielern, die den Aufstieg in die Verbands-und Oberliga mitgemacht haben, sich in der Landesliga etabliert hat und somit ein gute Chance für junge Perspektivspieler bietet sich für die 1. Herrenmannschaft zu empfehlen.

Ohne eine erfolgreiche Jugendarbeit sind diese Leistungen nicht möglich. Diese wird in Pulheim seit jeher gepflegt. Ziel ist immer wieder, die Damen- und Herrenmannschaften mit eigenen Jugendlichen zu ergänzen. Die Handballabteilung ist aus Kostengründen nicht in der Lage, einzelne Mannschaften mit fertigen Spielern auszustatten. Nicht zu vergessen der Identifikationsfaktor beim Publikum.

Erfolgreiche Jugendarbeit belegen unter anderem die vielen, vielen Titel wie Kreis- und Mittelrheinmeisterschaften, die Teilnahmen an Endrunden bei Westdeutschen und Deutschen Meisterschaften. Die weibliche C-Jugend zum Beispiel wurde 1987 Westdeutscher Meister. An dieser Stelle möchten wir uns bei den vielen ehrenamtlichen Helfern, Trainern und Betreuern bedanken, die all die Erfolge erst ermöglichen – Vielen Dank!