Mit Beginn der fünften Jahreszeit. Hornets holen Big Points beim Tabellennachbarn.

Als Teil der einzigen Spielpaarung am 11.11. traten die Hornets die Reise ins Oberbergische an. Es kam zum Spitzenspiel zweiter gegen dritter und somit ging es auch weiter mit dem Marathon, den die Plätze 1-3 unter sich ausmachten. Hatte der heutige Gastgeber aus Strombach bereits am vergangenen Wochenende in Derschlag antreten müssen, erwartet die Hornets diese Aufgabe am kommenden Spieltag. Aber ohne zu weit vorauszugreifen, galt der Fokus erstmal dieser hohen Auswärtshürde. Nach dem Punktverlust im letzten Spiel brannten die Hornets auf Wiedergutmachung, um den Anschluss an die Tabellenspitze nicht zu verlieren. Selbiges galt für die Hausherren, die bei einer Niederlage erst einmal den direkten Kontakt nach oben etwas verlieren würden.

Die Körpersprache der Hornets war, angefeuert von zahlreich mitgereisten Jecken, eine ganz andere als noch vor einer Woche. Entsprechend robust startete man in die Begegnung, so dass bereits in der Anfangsphase das Kontingent an gelben Karten aufgebraucht war. Den ersten Treffer der Begegnung erzielte Strombach vom Siebenmeterpunkt, durch Top – Torschütze Mayer. Schubert ließ mit einem Strahl aus dem Rückraum den Ausgleich für die Hornets folgen, ehe die Hausherren erneut in Führung gingen. In der Folge waren es die Hornets, die sich leichte Vorteile erspielen konnten, da die Deckung sich hellwach präsentierte und es schaffte die Abläufe im Rückraum und somit auch die Torgefahr aus der zweiten Reihe einzudämmen. Das Offensivspiel wurde durch eine taktische Variante bereichert, die die Hornets in dieser Saison bereits mehrfach erfolgreich gewählt hatten. Gegen das offensiv ausgerichtete Abwehrsystem Strombachs, agierte man mit zwei Kreisspielern und verzichtete auf die rechte Außenposition. Die Rechnung ging voll auf, denn sowohl Jacoby als auch Heinen am Kreis waren ständige Unruheherde und konnten mehrfach in Szene gesetzt werden. Drei Treffer in Folge führten zur 2:4 Führung für die Hornets. Nach dem Anschlusstreffer zum 3:4 drehten die Grün – Weißen richtig auf und verriegelten, gemeinsam mit Tim Giesen, das eigene Tor, während vorne eine gelungene Kombination auf die nächste folgte. Immer wieder gelang es die Defensive der Hausherren auseinanderzuspielen und somit zu Toren zu kommen. In dieser Phase tat sich Heinen mit drei blitzsauberen Toren hervor und der bullige Kreisläufer trug maßgeblich zur 4:10 Führung für die Hornets bei. Eine Auszeit der Hausherren sollte den beeindruckenden Lauf des PSC eindämmen, eine Maßnahme die Wirkung zeigen sollte. Kirschfink erhöhte per Siebenmeter zunächst nochmal auf 5:11, doch danach schienen die Hausherren endlich erwacht zu sein. Vorne taten sich die Hornets nun schwerer als noch zu Beginn der Partie. Das Zusammenspiel mit den Kreisläufern wurde weiterhin versucht, doch hatten sich die Hausherren nun besser auf die Anspiele eingestellt und konnten somit einen Ball nach dem anderen gewinnen. Hinzu kam, dass die Grün – Weißen nun auch einige aussichtsreiche Chancen liegen ließen. Tor um Tor schmolz der Vorsprung bis auf 9:11 zusammen, ehe der erneut gut aufgelegte Schubert den Lauf der Hausherren mit dem nächsten Pulheimer Treffer unterbrach. Dennoch waren es die Hausherren die nun besser im Spiel waren und von Nachlässigkeiten des PSC profitierten, wobei das Problem nicht die Abwehr war, sondern vielmehr der stockende Angriffsmotor. Mit dem Ausgleich zum 12:12 kurz vor dem Seitenwechsel hatten die Hausherren nun endgültig Oberwasser, doch die Führung überließen die Hornets ihnen nicht. Ein humorloser Rückraumkracher von Schubert sorgte für die 12:13 Halbzeitführung.

Jan Giesen eröffnete in Halbzeit zwei den Torreigen. Man hatte sich nun deutlich besser auf die offensiv ausgerichtete Deckung der Hausherren eingestellt und auch die Anspiele an den Kreis fanden wieder ihren Abnehmer, da die Angriffe nun geduldiger ausgespielt wurden. Ein Doppelschlag von Lingner sorgte für eine erneute drei Tore Führung zum 14:17. Strombach ließ die Grün – Weißen jedoch nicht enteilen und stellte immer wieder den Anschluss her. Um trotz offensiver Abwehrformation genügend Freiräume zu haben, spielten die Hornets mit einem zusätzlichen Feldspieler anstelle des Torhüters und die Rechnung ging auf. Zumindest was das Kreieren von Torchancen anging. Genutzt wurden diese nämlich leider viel zu selten, so dass eine deutlichere Führung verpasst wurde. So blieb Strombach im Spiel und die Partie entwickelte sich mehr und mehr zur Nervenschlacht. Zwölf Minuten vor dem Ende konnte sich Jan Giesen zum 18:22 durchtanken, doch die Folgeminuten wurden für die PSC – Anhänger zu einer wahren Folter. Es wollte einfach kein Tor mehr für die Hornets fallen, die nun aussichtsreichste Torchancen liegen ließen und die Hausherren somit regelrecht zum Anschluss einluden. Drei Gegentreffer in Folge bedeuteten gut fünf Minuten vor dem Ende das 21:22. Den Charaktertest sollten die Hornets aber mit Bravour bewältigen. Die Abwehr legte in den letzten fünf Spielminuten nochmal zwei Schippen drauf und zwang die Hausherren zu schlechten Abschlusspositionen, so dass man sich durch Jacobys Treffer vom Kreis zum 21:23 etwas Luft verschaffen konnte. Der Anschluss für die Gastgeber fiel knapp zwei Minuten vor dem Ende. Ihren letzten Angriff konnten die Hornets nicht im Tor unterbringen, so dass Strombach die Chance auf einen Punktgewinn hatte. Doch der Abwehrriegel der Hornets ließ nur noch einen schlechten Wurfversuch zu, so dass nach Abpfiff alle Dämme brachen und die Hornets einen verdienten Sieg im Spitzenspiel feiern konnten.

Diesen Stresstest hatten die Hornets mit einer Energieleistung bestanden und hatten sich vor allen Dingen mental voll auf der Höhe präsentiert. Spielerisch konnte man zwar nur phasenweise glänzen, doch im Deckungsverbund hatte man beinahe über die komplette Spielzeit auf hohem Niveau agiert. Auf Grund der Tatsache, dass die Hornets nach dem 2:1 in der Anfangsphase nie wieder einem Rückstand hinterherlaufen mussten, und man sich mehrfach deutlicher absetzen konnte, ging der Sieg absolut in Ordnung. In den entscheidenden Phasen hatte man mehrfach den Ausgleich der Hausherren verhindern können. Die Hornets können also mit breiter Brust in das nächste Topspiel am kommenden Freitag gehen, wenn man beim verlustpunktfreien TuS Derschlag antritt. Eine Herkulesaufgabe steht also bevor, die die Hornets mit der richtigen Einstellung jedoch bewältigen können. Dafür muss aber alles passen und der Gegner avanciert zum absoluten Härtetest. Ein Spiel auf das die Hornets mit Sicherheit bereits brennen.

Statistik:

Tor: Tim Giesen (12 Paraden), Werner (n.e.)

Schubert (4), Heinen (5), Gottschling, Zadraschil (n.e.), Fischer (n.e.), Semeraro, Jacoby (1), Kirschfink (6/5), Lingner (3), Jan Giesen (4), Langen (n.e.)